Dima gegen China und den Rest der Welt

Was für eine Besetzung: Bei den German Open, die am 27. Januar in Berlin beginnen, könnte das Teilnehmerfeld nicht stärker sein! Die ersten 16 der Weltrangliste sind alle am Start: Weltmeister Ma Long, Olympiasieger Zhang Jike, Chinas Topstars Fan Zhendong, Xu Xin und Fang Bo, dazu Japans Superstar Jun Mizutani, Portugals Held Marcos Freitas, der weltbeste Abwehrspieler Joo Se Hyuk, Vladimir Samsonov, die stärksten Spieler Taiwans und Hongkongs, Rekord-Europameister Timo Boll – und natürlich auch Dimitrij Ovtcharov. Der 27-Jährige wird in diesem Pulk geballter Klasse hart zu kämpfen haben, um an seine erfolgreichen Auftritte der letzten Jahre anknüpfen zu können, doch er kommt mit besten Empfehlungen. In den letzten vier Jahren hat DONIC-Star Dima die German Open zweimal gewonnen, war einmal Zweiter und einmal Dritter; seine einzigen Niederlagen bezog er gegen die Chinesen Ma Long und Fan Zhendong. Diesmal, sagt Dima, „ist das Turnier natürlich so gut besetzt wie WM. Da wird es sehr schwer. Trotzdem ist mein Ziel, aufs Treppchen zu kommen, hoffentlich ein Match gegen die Chinesen zu ergattern und zu sehen, wo ich stehe.”

Nicht nur das Preisgeld und die Weltranglistenpunkte locken die Stars aus aller Welt gerade in diesem Jahr. „Die German Open“, erinnert Dima, „sind das letzte große internationale Turnier vor der WM. Natürlich gibt’s da noch das Europe Top 16, aber da sind keine Chinesen dabei.“ Von daher gelten die German Open als Gradmesser für eine Standortbestimmung. „Jeder Sieg, den man jetzt in der Olympiasaison gegen Topchinesen einfahren kann, gibt einem Selbstvertrauen und kann vielleicht doch ein paar Zweifel bei den Chinesen säen”, erklärt Ovtcharov. „Deshalb ist das Turnier sehr wichtig.”

Der Europameister selbst hat in dieser Saison schon eine Menge Selbstvertrauen tanken können. Nicht nur mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung bei der EM, auch mit dem Gewinn der European Games in Baku, mit dem er sich als bislang einziger Europäer überhaupt bereits den Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio sicherte. Nur an einem Gegner hat sich Dima immer wieder die Zähne ausgebissen: an Ma Long. Der Weltranglistenerste, der seit Monaten in überragender Form spielt und von Turniersieg zu Turniersieg eilt, ist der weltweit einzige Spieler, gegen den Ovtcharov bislang noch nie gewonnen hat. Und nach den verglichen Anläufen der letzten Monate ist Dima gar nicht so scharf darauf, es in Berlin gleich wieder zu probieren. „Gegen Ma Long hab ich jetzt wirklich fast jedes Turnier gespielt. In den letzten vier Monaten waren all meine Niederlagen auf der Tour immer nur gegen ihn“, sagt er. „Natürlich hat man da das Spiel im Kopf, analysiert es auch und überlegt, was man nächstes Mal besser machen kann. Aber ich würde mich auch freuen, mal wieder gegen Zhang Jike, Fan Zhendong oder Xu Xin antreten zu können.”

Der Weg bis zu einem solchen Spiel ist allerdings weit. Als Nummer vier der Weltrangliste wird DONIC-Star Ovtcharov in Berlin auch die Nummer vier der Setzliste sein, hinter Ma Long, Fan Zhendong und Xu Xin, auf die er somit frühestens im Halbfinale treffen könnte. Im Viertelfinale könnte es allerdings zu einer Begegnung mit Zhang Jike kommen – oder mit Vladimir Samsonov, Chuang Chih-Yuan, dem WM-Zweiten Fang Bo oder Timo Boll.

Angesichts dieses gigantischen Aufgebots an Stars gilt, was der Volksmund sagt: Berlin ist eine Reise wert. Geboten wird ein Schaulaufen der kompletten Elite, frei nach dem Motto: Dima gegen China – und gegen den Rest der Welt.

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