Dimas Machtdemonstration

Als Titelverteidiger reiste er an, als erneuter Titelgewinner reiste er ab. DONIC-Star Dimitrij Ovtcharov hat beim Europe Top 16 im portugiesischen Gondomar eindrucksvoll unterstrichen, dass er in Europa zurzeit eine Klasse für sich darstellt. Im Endspiel behauptete er sich gegen Lokalmatador Joao Monteiro mit 4:2 (6,5,8,-8,-11,7) sicher und nahm damit erfolgreich Revanche für die einzige Niederlage, die er im gesamten Turnierverlauf erlitten hatte: In der Gruppe hatte Monteiro Ovtcharov überraschend mit 3:2 besiegt.

Doch der Reihe nach. In seiner Qualifikationsgruppe erwischte DONIC-Star Dima einen glänzenden Start: Den stark aufspielenden jungen Franzosen Simon Gauzy dominierte er mit 3:0 (8,4,12) beeindruckend sicher, und anschließend ließ er gegen Panagiotis Gionis eine Demonstration folgen, wie man gegen Abwehr spielt. Der griechische Verteidiger war den mit enormer Wucht und Durchschlagskraft gezogenen Bällen des Europameisters in keiner Phase gewachsen; am Ende hieß es auch hier 3:0 (6,4,7) für Ovtcharov.

Im letzten Gruppenspiel allerdings schlichen sich ein paar Fehler ins Spiel des Titelverteidigers, und Monteiro, getragen vom Publikum, gelang mit 3:2 (7,8,-9,-9,9) die Überraschung. Was am Ende den Unterschied ausmachte, dass Ovtcharov im Finale gegen denselben Gegner so sicher Herr der Lage war?

„Man kann ein Gruppenspiel, noch dazu eines, vor dem ich schon sicher weiter war, nicht mit einem Finale vergleichen”, erklärte Dima, „Aber ich muss auch sagen, dass Joao hat mich schon überrascht hat. Er hat auf sehr hohem Niveau und extrem aggressiv gespielt.”

Letztlich half das Ovtcharov sogar. „So war ich natürlich gewarnt”, erklärte er, „ich habe unser Gruppenspiel sehr sorgfältig analysiert und mich gut auf das Finale vorbereitet. Und ich denke: Das war mein bestes Spiel bei diesem Turnier.”

In der Tat: Das 4:0 (6,7,9,2) gegen Monteiros Landsmann Tiago Apolonia war schon stark, beim 4:3 (-12,9,5,-9,-2,8,8) gegen den Schweden Kristian Karlsson wurde es aber bedrohlich eng für den Favoriten, der bereits mit 2:3 nach Sätzen und 3:6 im sechsten Durchgang zurückgelegen hatte.

Doch dann das Finale: Drei Sätze lang spielte DONIC-Star Dima so drückend überlegen, dass Monteiro nicht den Hauch einer Chance hatte. Traumwandlerisch sicher zog und schoss Ovtcharov, dem nun fast alles gelang. Im vierten Durchgang allerdings entschied der Portugiese einige hochklassige Ballwechsel für sich und verkürzte auf 1:3. „Im fünften Satz hatte ich mehrere Matchbälle, die ich nicht nutzen konnte”, erklärte Ovtcharov rückblickend. Andere Spieler würden in solch einer Situation sicherlich nervös, nicht aber DONIC-Star Dima. Verunsichert habe ihn das nicht. „Ich habe immer an mich geglaubt”, versicherte der Sieger – und das sah man seinem Spiel auch an.

„Das ist jetzt in den letzten drei Jahren der fünfte von sechs möglichen Titelgewinnen bei den wichtigsten Turnieren Europas”, verkündete Ovtcharov stolz, dementsprechend groß sei in solchen Spielen dann auch sein Selbstvertrauen.

Gewinner der European Games in Baku 2015, Europameister 2013 und 2015, Europe Top 16-Gewinner 2015 und 2016 – Dimitrij Ovtcharov beherrscht das Geschehen auf dem Alten Kontinent in imponierender Manier. So verließ der sonst stets selbstkritische 27-Jährige den Ort seines erneuten Triumphes denn auch ausnahmsweise rundum zufrieden. Mit Blick auf seine Erfolgsbilanz erklärte er: „Ich denke, die Ergebnisse sprechen für sich. Ich habe an allen drei Tagen hier in Portugal sehr gut gespielt und ein hochklassiges Finale

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