Die DONIC-Teams steuern auf Erfolgskurs

Die Champions League ist in diesem Jahr spannend wie lange nicht. Nach den Halbfinal-Hinspielen scheint sich eine Überraschung anzubahnen, doch eines steht schon jetzt fest: Ein DONIC-Team wird das Endspiel erreichen. Denn sowohl AS Pontoise Cergy als auch Fakel Gazprom Orenburg werden schon lange vom deutschen Traditionsunternehmen DONIC ausgerüstet. Die Franzosen haben sich mit dem überraschenden 3:1-Hinspielerfolg vor eigenem Publikum eine gute Ausgangsbasis verschafft, dabei allerdings auch davon profitiert, dass Europameister Dimitrij Ovtcharov nach seiner Pause wegen Rückenproblemen noch nicht wieder voll auf der Höhe war. DONIC-Star Dima verlor seine beiden Einzel gegen Kristian Karlsson und Marcos Freitas, den dritten Punkt für Pontoise steuerte Tristan Flore mit einem denkbar knappen 3:2-Erfolg (11:9 im Entscheidungssatz) über Alexey Smirnov bei. Im Rückspiel am 1. April steht Orenburg damit unter beträchtlichem Druck. Europas bester Verein der letzten Jahre hat mehr als einmal bewiesen, damit gut umgehen zu können – 2012, 2013 und 2015 hat der russische Meister die Champions League gewonnen. In 2014 allerdings musste Orenburg einem Überraschungssieger gratulieren, der damals das Final-Hinspiel daheim mit 3:1 gewonnen hatte und dann trotz einer 1:3-Niederlage im Rückspiel aufgrund besserer Sätze die Trophäe gewann. Der Name dieses Klubs: AS Pontoise Cergy.

Im ETTU-Cup stehen sogar gleich drei DONIC-Klubs im Halbfinale. Werder Bremen hat sich durch einen 3:1-Erfolg bei Vaillante Sports Angers TT eine sehr gute Ausgangsbasis für den Finaleinzug verschafft, was die Norddeutschen vor allem zwei Einzelerfolgen von Bastian Steger (gegen Jens Lundquist und Jon Persson) zu verdanken) hatten. Den dritten Zähler für die Gäste steuerte Krill Skachkov gegen Christophe Legout bei.

Das dritte DONIC-Team im Halbfinale dieses Wettbewerbs, Weinviertel Niederösterreich, unterlag bei Istres Tennis de Table mit 2:3, hat aber damit durchaus noch gute Chancen auf ein Weiterkommen. In Frankreich punktete nur der chinesische Abwehrspieler Hou Yingchao für die Niederösterreicher; er bezwang Benjamin Brossier und Omar Assar deutlich. Stefan Fegerl blieb gegen diese beiden überraschend erfolglos, und dem Rekonvaleszenten Daniel Habesohn gelang gegen Paul Gauzy noch nicht mal ein Satzgewinn. Das freilich können die Österreicher auch besser, und wenn es ihnen im Rückspiel am 1. April gelingen sollte, dies zu beweisen, käme es zu einem Finale zwischen zwei DONIC-Teams.

Das ist auch in der Bundesliga noch möglich, denn dort haben sich mit dem TTC Fulda-Maberzell und den TTF Ochsenhausen bereits jetzt zwei DONIC-Teams für die Play-offs qualifiziert. Wer im Halbfinale gegen wen spielen wird, steht allerdings noch nicht fest – erst muss noch der letzte Spieltag am Ostermontag (28. März) absolviert werden. Derzeit liegen Ochsenhausen und Fulda sogar auf den Plätzen 1 und 2 – punktgleich und nur durch die um einen Zähler bessere Spieldifferenz der Ochsenhausener getrennt. Die haben allerdings am letzten Spieltag gegen Grenzau zumindest nach Papierform eine deutlich schwierigere Aufgabe vor sich als Fulda, das zum Vorletzten Hagen reist.

Spannender als die Entscheidung, wer als Erster oder Zweiter in die Play-offs startet, scheint hier eine andere Frage: Schafft es Rekordmeister Düsseldorf noch, sich für die Endrunde zu qualifizieren? Dazu bräuchte der Titelverteidiger schon Schützenhilfe, und wahrscheinlich ist das nicht. Realistisch scheint vielmehr, dass außer den DONIC-Teams Ochsenhausen und Fulda sowie den ebenfalls bereits qualifizierten punktgleichen Saarbrückern erstmals Bergneustadt das Rennen macht. Die Play-offs ohne Düsseldorf, das wäre ein Novum und würde den vier Halbfinalisten eine riesige Chance eröffnen. Denn seit 2008 haben mit einer Ausnahme immer nur die Düsseldorfer die Meisterschaft gewonnen, sieben von acht Mal, unterbrochen nur 2013 von Werder Bremen – einem DONIC-Team.

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