Aller guten Dinge sind fünf !

Am Ende lagen sie sich in den Armen und jubelten so überglücklich, als hätten sie soeben Gold gewonnen. Dabei war es diesmal nur eine Bronzemedaille, die Deutschlands Herren-Mannschaft von den Olympischen Spielen in Rio mitbrachte. Nach einem wechselvollen Turnierverlauf, einigen Enttäuschungen im Einzel-Wettbewerb und einer Halbfinalniederlage gegen Japan im Mannschaftskampf hatten allerdings viele gefürchtet, die DTTB-Auswahl könnte diesmal ganz leer ausgehen.

Wer so dachte, hatte freilich nicht mit DONIC-Star Dimitrij Ovtcharov gerechnet. Der 27-jährige Europameister blieb im gesamten Team-Wettbewerb unbesiegt.

Zum Auftakt im Achtelfinale gab’s für Dima ein 3:1 (9,-7,7,7) gegen Chuang Chih-Yuan, den Weltranglisten-Siebten aus Taiwan, im Viertelfinale ein 3:0 (7,10,8) gegen Österreichs Besten, Stefan Fegerl, immerhin die Nummer 20 der Welt. Im Halbfinale bezwang Ovtcharov dann den einen Platz hinter Fegerl notierten Japaner Maharu Yoshimura überdeutlich mit 3:0 (8,3,3), und schließlich kämpfte er im Spiel um Bronze Joo Se Hyuk, den weltbesten Abwehrspieler, in einem Nerven zermürbenden Spiel mit 3:2 (5,9,-8,-2,6) nieder. Zwei Sätze lang hatte DONIC-Star Dima den Südkoreaner beherrscht, dann aber wurde der immer besser. „Das kennt man ja von Joo", erklärte Ovtcharov, „er steigert sich immer enorm im Spiel. Ich hab’ einen super Start erwischt, aber dann wurde er stärker und stärker. Mir ging auch ein bisschen die Puste im vierten Satz", gestand er, „aber ich habe mich im fünften noch mal zusammengerissen. Zum Glück: ein wichtiger Zähler für unser Team."

Allerdings. Der Europameister öffnete der deutschen Mannschaft damit die Tür zum Sieg, und mit dem 3:1-Erfolg über Südkorea gab es schließlich noch ein Happy End.

Für Dimitrij Ovtcharov war dies bereits der vierte Medaillengewinn bei Olympischen Spielen, 2008 in Peking hatte er ja schon Silber mit der Mannschaft geholt, 2012 in London kam noch Bronze im Einzel und mit dem Team hinzu. Vier Olympiamedaillen hat außer ihm noch kein europäischer Tischtennisspieler gewonnen, DONIC-Star Dima steht in diesem Punkt also sogar vor Superstar Jan-Ove Waldner. Der geniale Schwede, wie Ovtcharov praktisch seine ganze Karriere lang Partner von DONIC, gewann 1992 in Barcelona Gold und 2000 in Sydney Silber im Einzel.

Wer Ovtcharovs Ehrgeiz kennt, der weiß allerdings, dass er sich damit noch lange nicht zufrieden geben wird. Mit Blick auf Tokio 2020 würde er ganz sicher sagen: „Aller guten Dinge sind fünf."

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